Archiv für den Monat: Februar 2013

Die Weinberge von Castello Banfi

Eingebettet zwischen den Flüssen Orcia und Ombrone liegen die Besitzungen des Castello Banfi am Südhang der legendären Gemeinde Montalcino. Ganze 2.830 Hektar nennt Banfi hier sein Eigen, wovon allerdings im Interesse der naturnahen Bewirtschaftung nur ein Drittel mit Reben bestockt ist.

Neben der Parade-Rebsorte Sangiovese und der dem Moscadello werden hier auch all die internationalen Edelreben kultiviert, die sich perfekt an die lokalen Klima- und Boden-Gegebenheiten angepasst haben.

Hier ist für jede Rebsorte der passende Boden vorhanden. Lehm und Kalk sorgt für das optimale Wachstum der Rebstöcke, während das Gestein, das den Boden überall dominiert, für die richtige Mineralität, vor allem bei den Weißweinen sorgt.

Castello Banfi Summus

Hier also findet und bewahrt das topbewertete Castello Banfi den unnachahmlichen Charakter der Montalcino-Weine und bringt ihn auf bemerkenswerte Weise auf die Flasche. Ein gutes Beispiel für diese außergewöhnlichen Weine ist der edle Supertuscan Summus von Castello Banfi, der immer wieder die Kritiker verzückt.

Portwein – Eine Klasse für sich

Ramos Pinto Tawny Port

Portwein ist sicher jedem ein Begriff, doch die ganze Größe dieser edlen Tropfen erschließt sich nicht auf den ersten Blick. Der aus dem Tal des Douro in Portugal stammende Starkwein trägt den Namen der Hafenstadt, in der er früher üblicherweise gelagert und dann schließlich verschifft wurde.

Anfangs hieß der Port Vinho de Lamego und war quasi die Entlohnung der Portugiesen für die Briten, die ihnen erlaubten in ihren Gewässern zu fischen. Später wurde die Methode perfektioniert und ein hochwertiger und lagerfähiger Wein geschaffen. Nun war es um die Briten geschehen, die in der Folgezeit zu den besten Kunden wurden und Portwein in rauen Mengen abnahmen.

Nach langer Durststrecke ist der Portwein heute wieder auf dem Vormarsch und gerade die Kellereien im Gebiet Cima Corgo produzieren mittlerweile Weine, die sowohl extrem gut, als auch bezahlbar sind, während einige Edelportweine auch heute noch bei Versteigerungen absolute Spitzenpreise erreichen.

Von den verschiedensten Spielarten des Portweins sind besonders der Ruby und der Tawny auch außerhalb der Szene bekannt. Ruby ist dabei ein Wein, der in riesigen, 3000 Liter fassenden, Holzfässern gelagert wird und so sehr jugendlich und fruchtig schmeckt. Auf der anderen Seite steht der Tawny, gelagert in kleinen Eichenfässern, der stärker der Luft ausgesetzt wird und so reifer und nussiger schmeckt. Hier fühlt man sich eher an Karamell und Rosinen erinnert.

Neben diesen Klassikern sind vor allem Vintage, Late Bottled Vintage und Colheita bekannt und begehrt. So gibt es für jeden Geschmack einen passenden Port, für jeden Gaumen ist etwas dabei. Kein Wunder also, dass Portwein wieder mehr und mehr Freunde gewinnt.

Für alle, die bei trockenen Weinen bleiben wollen, erzeugt man im Tal des Douro aber auch zunehmend mehr Weine, die zeigen, wozu Rebsorten wie Tinta Barroca, Touriga Nacional oder Tinta Amarela in der Lage sind.

Bag-in-Box – Die (Wein)verpackung machts!

Manch einer sieht schon in einem Wein-Kunststoffkorken oder auch einem Schraubverschluß den Stilbruch schlechthin. Zitiert sei hier der den Fantastischen Vier zugehörige Stuttgarter Rapper Michi Beck mit seinem …soviel Stil wie ein Wein mit Drehverschluss… genannt 🙂

Viele empfinden aus ganz ähnlichen Gründen Zweifel und Ablehnung gegenüber einer einfachen aber sehr effektiven Weinverpackung, die allerdings radikal mit der jahrhundertealten Weintradition einer Flaschenverpackung bricht: Das Bag-In-Box System ist da!

Diese neumodische Verpackung würde es nicht geben, wenn es bei der Glasflasche nicht auch Nachteile gäbe, sodaß sich ein schlauer Kopf Gedanken darüber macht, diese Nachteile zu eliminieren. Fass wir doch mal zusammen, welche Nachteile hat denn die traditionelle Flaschenverpackung? Korkschmecker, UV-Schädigung, Flasche zerbrechlich, Flasche rund und deshalb geringer Stauraum, Glas ist sehr schwer (oftmals sogar schwerer als der Inhalt), einmal geöffnet, muß die Weinflasche in wenigen Tagen geleert sein, sonst oxidiert der Wein und wird ungenießbar.

Vor beinahe 60 Jahren erfand der Amerikaner William R. Scholle deshalb den „Weinschlauch“, der all diese Probleme radikal beseitigt, mehr Infos dazu haben wir auf der www.weinboxx.de zusammengestellt.

In vielen Lebensbereichen, kann die Bag-in-Box Weinverpackung gnadenlos punkten, allerdings möchte ich natürlich bei einem teuren Wein auch die haptische und optische Erfahrung einer schönen Weinflasche nicht missen müssen, es gehört (noch) einfach mit zum guten Ton, genauso, wie schon das Heraussuchen, auspacken, auflegen, entstauben, die Saphirreinigung, das Knister und der warme Klang einer guten alten Langspiel-Schallplatte in dieser Form des Tongenusses ihren ganz eigenen Stellenwert für sich einnimmt, genauso ist es auch mit dem zelebrieren eines guten Weines – dazu gehört einfach Korken und Flasche! Für die nächste Party oder das Grillen mit Freunden beim Zelten, für das tägliche „Achtele“ gibts eigentlich fast nichts, was gegen die Bag-in-Box sprechen würde.

Wie ist Eure Meinung dazu – würdet Ihr Bag-in-Box verpackte Weine kaufen, mittlerweile gibt es sogar richtig cool gemachte Flaschenimitate aus Papier http://www.greenbottle.com/

Weingut Bickel-Stumpf Franken Weißwein

Bei Matthias Stumpf merkt man trotz seiner jugendlichen 26 Jahre sofor, daß er schon jetzt Winzer mit Leib & Seele ist. Seine Kollektion war so beeindruckend, dass wir nicht widerstehen konnten ihn mit aufzunehmen. Das fränkische Weingut entstand 1976 mit der Hochzeit seiner Eltern Carmen Bickel aus Frickenhausen und Reimund Stumpf aus dem 35 km entfernten Thüngersheim.